Söllichau
ein freundlicher Ort in der Dübener Heide
Liebe Besucher dieser Homepage,
mit einem Streifzug durch die Historie unseres Ortes möchten wir Ihnen Bemerkenswertes aus der über
650jährigen Geschichte unseres Heidedorfes vermitteln. Erste urkundliche Erwähnung findet der Ort 1346 in
der meißner Bistumsmatrikel, die Besiedlung der Region erfolgte jedoch wesentlicher früher. Nachdem die
germanischen Hermunduren den Raum zwischen Elbe und Main nur kurzzeitig bewohnten, zogen aus dem böhmischen
Raum seit dem 6. Jahrhundert die slawischen Sorben in unser Gebiet und gründeten zahlreiche Ortschaften.
So ist auch der Ortsname Söllichau slawischen Ursprungs(Zelichow = Ort des Herrn Zelich).
Ab 928 eroberte
König Heinrich 1. das Gebiet der slawischen Stämme. Eine intensive deutsche Besiedlung erfolgte dann unter
"Albrecht, dem Bär" (1134-70). Genaue Daten aus dieser Zeit sind nicht überliefert, jedoch ist wahrscheinlich,
daß um 1200 flämische Bauern unterhalb des Fichtberges das langgestreckte Straßendorf anlegten.
Gehörte Söllichau über Jahrhunderte zu Sachsen, fiel es nach den Wiener Verträgen von 1815 an
Preußen.
An die sächsischen Zeit erinnert noch die in der Epoche gegründete Oberförsterei,
dem heutigen Kulturhaus. 1895 erhält Söllichau Bahnanschluß durch die Eröffnung der Bahnlinie
Eilenburg- Pretzsch.
Heute ist der Ort ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die schönsten Gebiete
der Heide um Söllichau, Bad Schmiedeberg und Reinharz.
Nach 1990 erhielt vor allem der historische Ortsteil mit
dem Anger, dem Kulturhaus und den Röhrkästen im Rahmen der Dorferneuerung das heutige Aussehen.
Zentraler Punkt ist das Kulturhaus mit Gemeindeverwaltung und Bibliothek. Gut ausgestattet ist Söllichau neben einigen Einkaufsläden und Sparkasse auch mit einer Arzt- und Zahnarztpraxis sowie einer Physiotherapie. Eine gut besuchte Kindertagesstätte sorgt für den Nachwuchs im Dorf.
Drei Wirtshäuser mit freundlichem Ambiente verwöhnen unsere Gäste und wer länger hier verweilen möchte, dem stehen Gästezimmer und eine Pension zur Verfügung.
Am südlichen Dorfrand wurde ein Gewerbegebiet erschlossen und sichert heute ca. 100 Arbeitsplätze; zahlreiche Vereine prägen das kulturelle Bild unseres Heimatortes.
Mit der Errichtung der Heimatstube wird durch das Bewahren von Überliefertem ein weiteres Interesse für Einwohner und Gäste erfüllt. Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen mit Wort und Bild einen kleinen Einblick in das Leben und die Historie unseres Heidedorfes geben konnten.